
20.07.26 –
„Je schwieriger die Bedingungen, umso wichtiger ist eine effektive Wirtschaftsförderung“, unter diesem Motto stand das Treffen der Grünen Kreistagsfraktion mit dem Enzkreis-Wirtschaftsförderer Jochen Enke. Dabei wurden viele Aspekte angesprochen, unter anderem das Thema Ausbildung. „Es gibt inzwischen drei Ausbildungsmessen im Enzkreis, die alle etabliert sind,“ berichtete Enke und betonte dabei die Wichtigkeit der Abstimmung aller Träger bei der Berufsorientierung. Hier wurde von ihm einiges angestoßen, auch die Möglichkeiten der Berufsorientierung in Schulen mit der Möglichkeit von Betriebspraktika für Schülerinnen und Schüler. Auch die Ursachen dafür, dass jedes Jahr im Enzkreis 200 Ausbildungsstellen unbesetzt bleiben, wurden diskutiert. Hier müssten Angebot und Nachfrage besser verzahnt werden. „Wir brauchen weiterhin dringend gut ausgebildete Fachkräfte, die für Wertschöpfung sorgen, auch die Energiewende wird zukünftig für noch mehr Beschäftigung sorgen,“ so der Wirtschaftsförderer, der auch einen besseren Austausch zwischen Gymnasien und Handwerk organisiert hat. „50% der Abiturienten beginnen eine Ausbildung, dabei sollten Studium und Ausbildung nicht gegeneinander ausgespielt werden,“ führte Enke aus.
Kreislaufwirtschaft und die Unabhängigkeit von Rohstoffexporten spielt bei den Bemühungen für die Wirtschaft ebenfalls eine große Rolle. Als Beispiel nannte Enke die geplante Flussspatförderung in einem stillgelegten Bergwerk, die HyProMag GmbH für Magnetrecycling in Pforzheim und die Upcycling Plus GmbH & Co KG in Mühlacker zur Herstellung von Dünger aus Reststoffen. Hier könnten zahlreiche neue Arbeitsplätze sowie eine gewisse Rohstoff-Unabhängigkeit vor allem von China entstehen.
Zukünftig sollen sich regionale Betriebe in simultanen regionalen Wertschöpfungsketten besser vernetzen. Dabei werden von unterschiedlichen Herstellern Produkte erstellt und dann gemeinsam vermarktet. Dadurch soll die regionale Wirtschaft gestärkt werden. Hierfür sieht Enke in der Medizintechnik gute Ansätze und steht dazu im engen Austausch mit dem Hochform Cluster und Zentrum für Präzisionstechnik (ZPT) in Pforzheim. In Zeiten eines wachsenden Einflusses der KI plädiert der Wirtschaftsförderer für ein neues Denken. Dazu wurde im ZPT eine KI-Arbeitsgruppe gegründet, um Prozesse zu vereinheitlichen und Prozesse zu optimieren.
„Wir haben viel Potential im Enzkreis und in der Region, es wird immer wichtiger dieses zu vernetzen, die Zusammenarbeit weiter zu aktivieren.“ Diesem Fazit von Jochen Enke konnten sich die Kreisrätinnen und Kreisräte der Grünen mit der Zusage weiterer Austausche nur anschließen.
Pressemitteilung der Kreistagsfraktion
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