BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Kreisverband Pforzheim und Enzkreis

Regenbogenstammtisch auf dem Oechsle Fest

Ein Zeichen für queere Sichtbarkeit und gegen Hass

02.09.26 –

Auch in diesem Jahr hat der Kreisverband von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Pforzheim und Enzkreis zum Regenbogenstammtisch auf dem Oechsle Fest eingeladen. Bereits zum fünften Mal kamen queere Menschen, Vertreterinnen von Initiativen und Verbänden sowie Unterstützerinnen zusammen, um sich auszutauschen, zu vernetzen und gemeinsam ein sichtbares Zeichen für Vielfalt und Akzeptanz zu setzen.

Der diesjährige Regenbogenstammtisch stand dabei unter besonderen Vorzeichen. Am 25. Juli demonstrierten und feierten zehntausende Menschen beim Christopher Street Day in Stuttgart für die Rechte und die Sichtbarkeit queerer Menschen. Noch am selben Abend erreichte die Community die erschütternde Nachricht vom Anschlag im Umfeld des Berliner CSD, bei dem eine Frau getötet und zahlreiche weitere Menschen verletzt wurden.

„Der Anschlag in Berlin hat uns tief erschüttert“, erklärt Raphael Thang Uddin für den Kreisvorstand von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Pforzheim und Enzkreis. „Natürlich haben wir uns danach gefragt, ob wir unseren Regenbogenstammtisch in diesem Jahr wie geplant stattfinden lassen sollen. Für uns war aber klar: Hass und Gewalt dürfen nicht darüber bestimmen, ob queere Menschen sichtbar sind und zusammenkommen. Gerade jetzt wollen wir zeigen, dass sich weder die queere Community noch wir als Grüne einschüchtern oder aus dem öffentlichen Raum verdrängen lassen. Unsere Antwort auf Hass ist Solidarität, Zusammenhalt und noch mehr Sichtbarkeit.“

Umso mehr freute sich der Kreisverband über einen gelungenen Abend mit vielen Gesprächen und Begegnungen. Als besondere Gästin nahm die Landtagsabgeordnete Meike Günter teil. Sie ist Sprecherin der Grünen Landtagsfraktion für Demokratie und Bürgerbeteiligung, Pflege und soziale Teilhabe sowie Queerpolitik.

Meike Günter betont: „Vielfalt ist kein Luxus, sondern Sozialpolitik: Wenn wir queere Lebensrealitäten schützen, stärken wir den Zusammenhalt unserer ganzen Gesellschaft. Ein queerer Stammtisch im öffentlichen Raum ist mehr als ein Tisch – er ist ein sichtbares Zeichen für Solidarität, in dem Menschen sich sicher fühlen, so zu sein, wie sie sind. Queerpolitik beginnt dort, wo Alltag gelebt wird: im Gespräch, in der Begegnung, im gemeinsamen Eintreten für Respekt und Teilhabe. Wer Vielfalt schützt, macht unsere Gesellschaft stärker.“

Auch die Landtagsabgeordnete Stefanie Seemann, Sprecherin für Frauen und Gleichstellung und Abgeordnete für den Enzkreis, unterstützte den Austausch mit den queeren Initiativen und Verbänden vor Ort.

Seemann betont: „Queere Menschen müssen überall in unserer Gesellschaft frei, sicher und sichtbar leben können – auch bei uns in Pforzheim und im Enzkreis. Gerade in einer Zeit, in der Vielfalt und Selbstbestimmung zunehmend angegriffen werden, sind Begegnungsräume wie der Regenbogenstammtisch besonders wertvoll. Sie bringen Menschen zusammen, schaffen gegenseitiges Verständnis und zeigen: Wir stehen gemeinsam gegen Ausgrenzung und für eine offene und vielfältige Gesellschaft.“

Der Regenbogenstammtisch wurde ursprünglich von der früheren Pforzheimer Bundestagsabgeordneten Stephanie Aeffner ins Leben gerufen. Der Kreisverband führt das Format in ihrem Sinne fort und schafft damit auch weiterhin einen Raum, in dem queere Initiativen, Politik und Unterstützer*innen miteinander ins Gespräch kommen können.

Die große Resonanz und die vielen Gespräche des Abends zeigen, wie wichtig solche Räume des Austauschs und der Vernetzung sind. Für den Kreisverband ist deshalb klar: Der Regenbogenstammtisch soll auch in Zukunft fester Bestandteil des Oechsle Fests bleiben.

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