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Bündnis 90/Die Grünen

In Pforzheim und im Enzkreis

Mobilität neu denken – Konzepte für unsere Kommunen

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11. Dez. 2020 –

Bei der Landtagswahl nächstes Frühjahr wird es um die sozial-ökologische Transformation gehen. Klimagerechte Mobilität heißt denn auch einer der Schwerpunkte im Landtags-Wahlprogramm, das am kommenden Wochenende auf einem digitalen Parteitag diskutiert und verabschiedet werden soll. Mobil zu sein ist für viele Menschen eine wichtige Grundlage für ein gutes, selbstbestimmtes Leben. Die Menschen in unserem Land sollen schnell, sicher, bequem und klimafreundlich ans Ziel kommen – mit einem gut ausgebauten und günstigen ÖPNV, auch Elektromobilen, und einem gut ausgebauten Radwegenetz. Generell brauchen wir den Neustart in eine grüne, sozial gerechte und menschenfreundliche Mobilität. Wir haben dazu Überlegungen für unsere Kommunen angestellt.

Christine Fischer, Gemeinderätin in Kämpfelbach und aktiv bei der „Critical Mass“, betont, dass die Mobilitätswende damit beginnen müsse, die Straße für den Fuß- und Radverkehr frei zu machen. Denn das Fahrrad ist das Verkehrsmittel Nr. 1 für den Nahverkehr. Aber die bisherige Verkehrsplanung hat sich einseitig der Automobilität verschrieben. Autos haben Vorfahrt. Für den Bau von Autobahnen werden Wälder gerodet und fruchtbares Ackerland für Ortsumgehungen geopfert, parkende Autos nehmen Lebensraum weg, der Autoverkehr gefährdet Fußgänger*innen. Der Verkehrsraum muss also neu aufgeteilt werden, um dem Radverkehr mehr Platz  und den Fußgänger*innen mehr Sicherheit  zu verschaffen. Wir stellen uns für unsere Kommunen gut gestaltete Straßen mit räumlich getrennten Wegen für Auto- und Radverkehr vor. Erst wenn die Menschen sich sicher fühlen, steigen sie um aufs das Fahrrad. Radfahrunterricht soll Kinder sicherer machen und sie auf eigenständige Wege vorbereiten.

Unsere Kinder brauchen sichere Schulwege, mit sicheren Zebrastreifen,  Halteverboten vor und um unsere Schulen. Tempo 30 innerorts gibt allen mehr Sicherheit und reduziert den Verkehrslärm, deshalb streben wir auch in unseren Gemeinden flächendeckend Tempo 30 an, wie in vielen Kommunen der Nachbarkreise schon üblich. Für einen Straßenverkehr, in dem keine Menschen mehr sterben.

Linda Bahlo, Gemeinderätin in Königsbach-Stein und aktiv in der dortigen Gruppe „60 plus“, berichtet von Überlegungen zu einem Bürgerbus, mit genügend innerörtlichen Haltestellen. Ein solcher Bus ist gerade für Kommunen, die nicht an der Bahnlinie liegen, wie etwa Stein, ein sinnvolles Projekt. Remchingen hat ja gerade vorgemacht, wie es gehen kann. Auch sogenannte Mitfahrbänke, neben Bushaltestellen eingerichtet, sind eine interessante Option und etliche Gemeinden in Baden-Württemberg haben solche. Manche Kommunen unterstützen die Mobilität ihrer älteren Einwohner*innen, indem sie ihnen Taxifahrten zum Bustarif ermöglichen.

Jetzt ist die Zeit gekommen, wo wir Mobilität neu denken und mutig sein müssen. Die Mobilität von morgen soll Mensch, Natur und Klima guttun. Welche Anregungen haben Sie für Ihren Wohnort? Teilen Sie uns Ihre Ideen mit an info@remove-this.gruene-kaempfelbachtal.de!

Doris Meißner-Grimm

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